Stiftung Bunter Kreis

Der Bunte Kreis ist eine Sozialeinrichtung an der Kinderklinik des Universitätsklinikums Augsburg. Jedes Jahr betreuen unsere Mitarbeiter*innen weit über 2.000 Familien mit chronisch, krebs- und schwerstkranken Kindern in der Region Schwaben.

Unsere Philosophie

Wir haben die Vision einer ganzheitlichen Hilfe, damit chronisch-, krebs-, und schwerstkranken Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und ihren Familien das Leben in ihrer oft schwierigen Situation bestmöglich gelingt.

Foto: Ulrich Wirth

Weil Krankheit oder Tod häufig zur Ausgrenzung im sozialen Umfeld führen, ist es unser Ziel, die Familien auf ihrem persönlichen Weg so zu begleiten, dass sie Lebensfreude, Zufriedenheit und soziale Integration erhalten. Dazu bilden wir ein Netzwerk aus Betroffenen und Helfern und verknüpfen uns mit allen, die unser Anliegen teilen.

 

Die Anfänge des Bunten Kreises

Vor 30 Jahren hat unser Gründungsvater Horst Erhardt noch als Pädagoge und Familientherapeut auf der Krebsstation der Kinderklinik gearbeitet. Die Mitarbeitenden dort waren täglich mit der Not von Familien mit schwerstkranken Kindern konfrontiert. Damals haben Horst Erhardt und seine Kolleg*innen einen großen Mangel erkannt: Betroffene, die während der langen Behandlung in der Klinik optimal versorgt waren, mussten zuhause plötzlich alleine mit ihren Sorgen zurechtkommen. 1992 gründete sich deshalb eine Mitarbeiterinitiative, die gemeinsam überlegt hat, wie man schwerstkranke Kinder am besten zurück ins Leben begleiten kann.

Foto: Ulrich WirthDas war die Geburtsstunde des Bunten Kreises. Unsere Vision war und ist es bis heute, Familien mit schwerstkranken Kindern auf ihrem Weg nach Hause nicht alleine zu lassen und sie ganzheitlich zu unterstützen, damit ihnen das Leben trotz der hohen Belastungen bestmöglich gelingen kann. War es zu Beginn eine Krankenschwester, die aus Spenden finanziert wurde, und zu den Familien nach Hause fuhr, so hat der Bunte Kreis heute rund 180 Menschen in Augsburg, Kempten und Memmingen, die sich für schwerstkranke Kinder einsetzen.

Die sozialmedizinische Nachsorge

Foto: Andre Pomme

Die sozialmedizinische Nachsorge ist auch heute noch ein Schwerpunkt des Bunten Kreises. So genannte Case Managerinnen (zu Deutsch Fallbetreuerinnen), meist speziell ausgebildete Kinderkrankenschwestern, begleiten Familien mit schwerstkranken Kindern beim Übergang von der Klinik ins heimische Kinderzimmer.

Die Case Managerinnen nehmen bereits in der Klinik Kontakt zu den Familien auf und bereiten die häusliche Pflege vor. Sie unterstützen und beraten, trösten und leiten die Eltern bei der Betreuung und Versorgung ihrer schwerkranken Kinder an. Gemeinsam mit Ernährungsberater*innen, Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen oder Therapeut*innen knüpfen sie ein Helfernetz, um den betroffenen Familien auch in schweren Zeiten Halt und Kraft zu geben.

Dass die sozialmedizinische Nachsorge heute eine Leistung der Krankenkassen ist, geht auf eine Initiative des Bunten Kreises zurück. Auf Grundlage einer sozioökonomischen Studie hat der Bunte Kreis ein Konzept zur sozialmedizinischen Nachsorge entwickelt, das nach einer Gesetzesinitiative 2004 in die Sozialgesetzgebung aufgenommen wurde. Mittlerweile gibt es in Deutschland über 90 Einrichtungen, die nach dem Vorbild des Augsburger Nachsorge-Modells arbeiten und sich im Bundesverband Bunter Kreis e.V. zusammengeschlossen haben.

Angebote "Der Bunte Kreis"

 

COVAGO-Engagement am Ziegelhof

Zu unserem Verständnis von Nachhaltigkeit gehört nicht nur die ökologische Komponente, die wir über das Projekt "ReviewForest" mit Leben füllen. Auch ein soziales Für- und Miteinander ist für uns wichtig.

Daher unterstützen wir das Therapiezentrum Ziegelhof der Stiftung „Der bunte Kreis“. 

Mehr zu unserer Partnerschaft